Aktuelles

Erfahren Sie hier welche Aktionen im Annaheim anstehen oder was beim Förderverein Annaheim e.V. aktuell passiert:

Ehrenamtliche Tätigkeit ist eine tragende Säule vieler Organisationen und auch unseres Vereins. Die Samtgemeinde Schüttorf fördert das Ehrenamt und wirbt sogar auf ihrer Homepage unter der Rubrik  „Schüttorfer Stimmen“ dafür. Die hier geführten Interviews mit Bürger*innen die sich ehrenamtlich betätigen, sollen den Lesern einen Einblick in die Vielfalt des Ehrenamtes vermitteln.

Hier das mit Rudolf Nibbrig geführte Interview:

 

In welcher Funktion bist du seit wann ehrenamtlich tätig?
Nach einiger Zeit des „Reinschnupperns“ bin ich seit 2014 als Vorsitzender des Fördervereins „Annaheim“ e.V. ehrenamtlich tätig.

Warum übst du das Ehrenamt aus und was bereitet dir besonders viel Freude daran?
Der Hintergrund für meine ehrenamtliche Tätigkeit geht zurück bis in mein Elternhaus. Nachbarschaftshilfe und Verantwortung für andere Menschen waren selbstverständlich und resultierten aus christlicher Grundeinstellung. Selbstverständlich war für meine Frau und für mich die Fürsorge und Hilfe unserer Eltern im Alter. Und dann kamen wir in der Pflege an unsere Grenzen. Und als Mutter zur Bewohnerin des Annaheims wurde, haben wir erlebt, welchen Einsatz, welche Zuwendung, Mühe und Kraft die Mitarbeiter/Innen tagtäglich geleistet haben. Das war der Hintergrund für mich zu überlegen: Kann ich helfen, den Alltag der Bewohner/Innen und Mitarbeiter/Innen zu erleichtern, zu verschönern? Im Förderverein traf ich Gleichgesinnte, die wie ich fragten: Was können wir tun? Und – in der Tat, da war eine Menge möglich. Viel Getanes können Sie auf unserer Homepage www.foerderverein-annaheim.de erfahren. Schauen Sie rein.

Warum bedeutet mir das Ehrenamt besonders viel Freude?
Es tut gut mit anderen Menschen verbunden zu sein, eigene Gedanken, Beobachtungen und Vorschläge einzubringen. Es macht mir Freude zu erleben, dass so manches möglich ist, Arbeit zu erleichtern, Freude zu machen und schöne Ergebnisse zu sehen. Ich freue mich mit, wenn ich sehe, wie wohl sich Bewohner/Innen im neuen bequemen Ruhesessel fühlen und wenn Bewohner/Innen und Mitarbeiter/Innen und Angehörige vor dem Pavillon Sommerfest feiern. Es macht Freude dabei zu sein, das Leben der Bewohner/Innen im Annaheim ein stückweit lebenswerter gestalten zu können.

Warum ist das Ehrenamt für die Samtgemeinde in deinen Augen so wichtig?
Der Mensch ist als soziales Wesen geschaffen. So brauche auch ich Beziehungen zu anderen, um auf Dauer erfüllt zu leben. Eine solch tragfähige Gemeinschaft kann ein Verein wie unser Förderverein sein. Sich für das Gemeinwesen ehrenamtlich zu engagieren ist gut für die Gesellschaft und für mich. Wer sich in seiner Gemeinde wohlfühlt ist auch bereit, dafür ehrenamtlich tätig zu sein. Ehrenamtliche Tätigkeiten halten unsere Zivilgesellschaft zusammen, zusammen in Bereichen, die ein Gemeinwesen wie die Samtgemeinde mit ihren administrativen Möglichkeiten zu leisten nicht in der Lage ist. Sie hat schlicht nicht die Mittel und Möglichkeiten, dass, was derzeit im sportlichen, im kulturellen, musikalischen und sozialen Bereich in der Samtgemeinde ehrenamtlich geleistet wird, mit eigenen „Bordmitteln“ abzudecken. So ein Gemeinwesen wäre für mich ohne die facettenreichen ehrenamtlich geführten Angebote eine Spur weit lebensärmer.

In welchen Bereichen kann man sich ehrenamtlich engagieren?
Ich kann mich im Förderverein bspw. in der ehrenamtlich geführten Cafeteria engagieren – ein Ort, der viele Gespräche mit Bewohner/Innen und deren Angehörige ermöglicht – und habe Spaß, beim Besuch der Freilichtbühne Bad Bentheim an den Rollstuhl gefesselte Bewohner/Innen zu begleiten und zu betreuen. Vereinsmitglieder engagieren sich in der Vorstands- und Öffentlichkeitsarbeit, unterstützen in Absprache mit der Pflegedienstleitung bei Veranstaltungen, organisieren bspw. Gesprächs- und Spielenachmittage. Corona hat unsere Arbeit leider weitestgehend zum Erliegen gebracht, bietet aber die Möglichkeit, mit den Erfahrungen aus dieser Pandemiezeit die Vereinsarbeit neu auszurichten und neue Wege zu gehen, wie die Einbeziehung neuer digitaler Technik, wie die Ausweitung sozialer Kontakte für die Bewohner/Innen. Auch dabei können die Vereinsmitglieder mitmachen.

Wo gibt es weitere Informationen?
Weitere Informationen gibt es bei den Vorstandsmitgliedern.
Ansprechpartner und Kontaktmöglichkeiten findet man auf der Homepage.

Kreatives Gestalten
Generationen enger zusammenbringen, geht das? Vor einigen Jahren reifte die Vision, dass Bewohner des Annaheims gemeinsam mit Jugendlichen etwas unternehmen könnten. Heute verbringen Schülerinnen und Schüler aus der Oberschule Schüttorf – freiwillig und ohne Gegenleistung – alle 14 Tage nachmittags im Rahmen einer Schul-AG 1,5 Stunden mit den Heimbewohnern. Sie spielen, basteln und reden miteinander. Kreative Impulse kommen von den Betreuerinnen und den Jugendlichen gemeinsam. En und Räumen des Annaheims immer wieder zu erleben.

Während sich unsere Senioren über die Abwechslung freuen und spannend „von früher“ berichten, schulen die Jugendlichen ihre soziale Kompetenz. Beim Training für den Rollstuhlführerschein bspw. Erfahren die jungen Schüler Am eigenen Leib, wie es ist, auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Die Jugendlichen lernen viel, werden durch die Arbeit mit den Senioren aber auch merklich ausgeglichener.

So schaffen wir es immer wieder, beide Generationen näher zu bringen und interessante und abwechslungsreiche Nachmittage zu gestalten. Und hilfreich ist auch die uneingeschränkte Bereitschaft und Offenheit aller Beteiligten: was macht es schon, wenn einmal etwas mit Farbe bekleckert ist? Kann man waschen!

4. Februar 2015, Grafschafter Nachrichten

27. November 2014, Grafschafter Nachrichten

3. Januar 2014, Grafschafter Nachrichten

7. Februar 2013, Grafschafter Nachrichten

„Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen“ – getreu diesem Motto hat der Förderverein immer wieder Möglichkeiten geschaffen, das Leben der Bewohner im Hause „Annaheim“ ein Stück weit lebenswerter zu machen.

Historie

Die Schüttorfer lieben ihr Annaheim

Die Schüttorfer lieben ihr Annaheim und das schon seit 1907. Da war die Eröffnung. Gestiftet wurde es 1904 vom Fabrikanten Hermann Schlikker. Zum Andenken an seine verstorbene Frau Anna erhielt es den Namen „Annaheim“. Der Name hat sich den Schüttorfern eingeprägt und ist ihnen bis heute vertraut.

Das Haus, am Waldrand im Westen der Stadt gelegen, hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Es war für die Krankenversorgung in Schüttorf ein unschätzbarer Gewinn, auch wegen der aufopferungsvollen Arbeit der früheren Krankenschwestern aus Detmold, der Diakonissen. In den 1950er Jahren erweitere die Stadt das Annaheim: in den 1980ern wurde ein Pflegeheim der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde angegliedert. Doch das Krankenhaus ließ sich auf Dauer nicht wirtschaftlich betreiben und musste 1996 schließen. In der Folgezeit entstand ein Pflegezentrum, zu dem auch medizinische und physiotherapeutische Praxen gehören. Träger ist der Diakonische Dienst gGmbH Bad Bentheim.

Der diakonische Grundgedanke, der über all die Jahre so segensreiche Auswirkungen auf die Patienten, Nutzer und Bewohner hatte, ist bis heute Leitbild geblieben. Das spiegelt sich insbesondere wider in der Gründung des „Fördervereins Annaheim e.V.“ im Juli 1996.

4. August 1999, Grafschafter Nachrichten

13. Oktober 1995, Grafschafter Nachrichten

24. Januar 1983

30. Januar 1980, Grafschafter Nachrichten

30. Januar 1980, Grafschafter Nachrichten

von rechts: Kreisdirektor Wortel, Amtsärztin Frau Dr. Sühling, Oberkreisdirektor Dr. Terwey, Samtgemeindedirektor Fitschen

29. Dezember 1979, Grafschafter Nachrichten

ca. 1957

Träger

Seit dem Jahre 2011 ist der Diakonische Dienst gGmbH auf Wunsch des damaligen Eigentümers des „Annaheims“, der ev. ref. Kirchengemeinde Schüttorf, Träger und Betreiber des „Annaheim Diakoniezentrum Obergrafschaft“ mit derzeit 65 Pflegeplätzen. Angegliedert ist zudem eine Tagespflegeeinrichtung.

Bernd Kalter
Geschäftsführung

Telefon 05922 981015
www.diakonischer-dienst.de